Leseempfehlung

Veröffentlicht am 02:40, 10/16,2007

Da ich im Augenblick keine Zeit habe und diesen Blog wahrscheinlich auch aufgebe, möchte ich trotzdem kurz ein paar Leseempfehlungen geben

 

Ein neuer Blog, Band of Brothers macht sich Gedanken über die Nah-Ost Berichterstattung und veröffentlicht eine Studie des israelischen Außenministeriums. Ganz interessant.

Zum Thema Fußball gibt es zwei neue Blogs die ich dem Leser empfehle.

1.) Schanklys Erben . Kurz und knackig bringen die Autoren frischen Wind und sarkastische Texte. Lesenswert die Betrachtung über Fußballfans in Israel, denn am Freitag wurde trotz Dejagah auch noch gekickt.

2.) Ballsportartisten. Da sollte ich beim Betreiber mal intervenieren. Hat sich seine Anregung wohl in meiner Linkliste geholt. Wenigstens ehrt mal einer den für mich besten Verteidiger Katsche Schwarzenbeck. Da kann sich so mancher eine Scheibe von abschneiden. Schwarzenbeck war genial.

Der Fuchsbau und das Sauerkraut sind umgezogen und wohnen jetzt, ony soi qui mal y pense, bei Wordpress. Da war bestimmt die zionistische Lobby am Werk.

 


 

Als Präsidenten

Veröffentlicht am 00:03, 09/24,2007

werden wir ihn wohl nicht durchbekommen, aber Gouverneur in einem Bundesstaat der USA könnte er durchaus werden und hätte bestimmt auch Chancen. Big Arnie hat es ja auch geschafft. Wenn es dann noch ein wichtiger Bundesstaat ist, dann würden M&W, sowie diejenigen, die es eh schon immer wußten, dass hinter jedem erfolgreichen Mann eine Frau steht die "zionistische Lobby" steht, mit Sicherheit Purzelbäume schlagen. Man konnte das halt nur nicht so richtig sagen.

Von wem die Rede ist? Einfach hier nachlesen! Gäbe es ihn nicht schon, dann müsste man ihn erfinden.

 


 

Alle Jahre wieder

Veröffentlicht am 01:01, 09/11,2007

Am 11.09 findet der sechste Jahrestag zum Attentat auf das WTC, und das Pentagon statt. Wie jedes Jahr werden zu diesem Anlaß die Gedenkfeiern für die Opfer statt finden, die bei dem Anschlag um's Leben kamen und wie jedes Jahr werden auch die Fernsehanstalten Dokumentationen rund um den 11.09 senden.

Nicht neu dabei sind die diversen Verschwörungsschwurbler, die in den Terroranschlägen nicht das Werk islamistischer Kreise sehen, sondern, wen wundert's, die amerikanische Regierung vermuten. Neu ist allerdings das auch öffentlich rechtliche Sender wie das ZDF, oder ORF auf diesen Zug aufspringen und "Licht in die Sache" bringen wollen.

Verblüffende Theorien

Die Dokumentation "Der 11. September 2001 - Mythos und Wahrheit" begibt sich auf die Spur einiger verblüffender Theorien. Die Autoren des Films sprachen mit namhaften Skeptikern, mit Experten und mit Augenzeugen der Anschläge vom 11. September. Sie versuchen, Fakten von Fiktion zu trennen. -Vorabtext zur Dokumentation 11.September 2001 -Was geschah wirklich, ZDF 11.09. 20:15 Uhr-

Schaut man sich in einschlägigen Foren und Websiten um, dann ist seit schon seit dem 11.09 klar, wer die Drahtzieher hinter dem Anschlag sind und was die Motive sind. Da dürfen dann auch "Beweise" auf You Tube nicht fehlen, wo im Vorspann die Stimme von Adolf Hitler erklingt und das Machwerk Filmchen sich ausschließlich auf das Pentagon konzentriert. Neu ist das alles nicht und Verschwörungstheorien, egal wie absurd sie auch sein mögen, haben ein großes Publikum und genießen großen Zuspruch. Allein in den USA sind 49% der Bürger der Ansicht, die Anschläge wurden von der Regierung ausgeführt, schließlich ging es unter anderem um das Öl im Mittleren Osten. Auch in Deutschland wird dies, meist als Hauptargument, von Antiamerikanern, Verschwörungstheoretikern -nebst Anhängern- und den üblichen Bushbashern gebraucht. Wobei in der Bundesrepublik diejenigen, die in den USA alles Übel der Welt verorten, laut Umfrage

mittlerweile bei 74% liegen.

Geht man näher auf die Argumente der Verschwörungstheoretiker ein, dann stellen sich einem manchmal die Fußnägel auf, mit welch naiven Vorstellungen so manche Zeitgenossen durch die Welt stolpern, oder wieviel Ahnung über Politik vorhanden ist. Man mag es ja vielleicht noch damit entschuldigen, das die Anhänger dieser Theorien meist, vorsichtig ausgedrückt, nicht über den notwendingen Intellekt verfügen, oder simpel ausgedrückt, die Bildung bei ihnen im Eiltempo vorbeigerauscht ist. Sieht man sich aber die Verkaufszahlen einschlägiger Literatur, oder Zugriffszahlen diverser Internetseiten an, die sich ausschließlich ihrer paranoiden Weltsicht widmen, dann kann man darüber nur den Kopf schütteln.

Das Ölargument

Angeblich hat die Bushadministration die Anschläge inszeniert, um sich die Olreserven im mittleren Osten zu sichern. Warum dann allerdings die USA in Afghanistan einmarschiert sind, widerspricht sich das Argument eigentlich schon selbst, da es in Afghanistan kein Öl gibt. Ist aber kein großes Problem sich dann darauf zu berufen, das die USA unbedingt eine Pipeline durch Afghanistan bauen wollten, die Taliban sich aber weigerten, so dass die USA in Afghanistan einmarschiert sind. So schreibt dann auch die Website Ölspuren am 6.10.2003 das die USA nicht nur seit 3 1/2 Krieg in Afghanistan führen, sondern den 11.09 dazu nutzten, damit "Demokratie nach westlicher Prägung, Frauenrechte, Freiheit und vor allem ein störungsfreier Handel und Transport von Öl und Gas Einzug halten." Schließlich war Osama Bin Laden ja nur vorgeschoben und die Taliban sind ja auch die Verfechter einer modernen offenen Gesellschaft. Woher nun das Öl kommen sollte und warum die USA eine Pipeline durch ein Land bauen sollten das völlig instabil ist, erklärt kein Anhänger.

Hätten die USA Öl im Sinn gehabt, dann wäre es für sie einfacher gewesen den Sudan zu befrieden. Statt dessen griffen sie ein völlig unübersichtliches Land an, dessen Bevölkerung von den Taliban zielstrebig in's Mittelalter zurückgeführt wurden.

Die Bushinteressen

Für viele Verschwörungstheoretiker ist George W. Bush der Drahtzieher hinter den Anschlägen vom 11.09. Bush wurde zwar erst am 20. Jänner 2001 vereidigt, denn in den USA zieht man nach seinem Wahlsieg nicht sofort in's Weiße Haus ein, aber natürlich war er innerhalb von 9 Monaten so unverschämt schnell, das er seine Amtszeit nutzte, Pläne für die Weltherrschaft, na ja zumindest für den Mittleren Osten, zu schmieden. Wie er eine so große Operation hätte planen sollen, schließlich werfen ihm die Kritker vor, er hätte einen IQ von 91, wird im Allgemeinen nicht erklärt, sondern, man stützt sich darauf das Bush, wie der gesamte Bushclan, nicht nur Mitglieder der Skulls&Bones gewesen sind, sondern auch noch das NS-Regime finanziell unterstützt haben. Da ist es dann klar, das dieser Bush finstere Absichten in sich trägt. Warum er dann nicht den Iraq als Hauptziel seiner Pläne benannte wurde bisher noch von keinem Anhänger erklärt. Afghanistan spielte in der US-Politik nämlich gar keine Rolle. Bill Clinton war derjenige der Osama Bin Laden als Drahtzieher diverser Terroranschläge gegen die USA tot, oder lebendig wissen wollte. Und Clinton erklärte auch mehrfach, George W. Bush sei überhaupt nicht daran interessiert gewesen. Weder Clinton, noch Bush haben sich auch nur ansatzweise für die Lebensbedingungen der Afghanen interessiert. Es wäre, wenn sie sich wirklich dafür interessiert hätten, die Interessen der USA durchzusetzen, ein leichtes gewesen in Afghanistan zu intervenieren. Nicht nur das man davon ausging, Bin Laden halte sich in Afghanistan auf und die Taliban unterhalten Terrorcamps,sah selbst die UNO eine Gefahr in den Taliban. Hält man dies den Anhängern der Verschwörungstheorien vor, dann herrscht meistens schweigen. Für viele beginnt die Geschichte der USA meist eh erst mit George W. Bush. Alles andere blenden sie entweder aus, oder halten das nicht für relevant, oder versteigen sich zu der Überzeugung die USA waren vorher schlimm und eine Bedrohung, aber Bush ist die größte Bedrohung. Man muß Bush nicht mögen, aber die Informationen auf die viele sich berufen stammen meist von "Koryphäen" des investigativen Journalismus, wie Michael Moore. Moore nimmt dabei die Rolle des "Alibiamerikaners" ein, der immer dann gerne zitiert wird, wenn unterlegt werden soll das auch "die Amerikaner" der Meinung sind, Bush sei eine Flasche als Präsident und an an jeder Schweinerei beteiligt. Warum dann aber Bush 2004 wieder gewählt wurde läßt man gerne offen, oder erklärt es gerne damit das die Amerikaner eh blöd sind.

Das typische Bild also. Der Feind meines Feindes ist mein Freund solange er nützlich ist und eine selektive Auswahl der Quellen ist immer dann hilfreich, wenn sie mir persönlich nützen. Wer macht sich schon die Mühe die Quellen zu hinterfragen.

Vorbereitung zum Iraqkrieg

Ein gern genanntes Argument. Die USA hätten die Anschläge ausgeführt, damit ein Krieg gegen den Iraq gerechtfertigt werden konnte. Nicht nur das die USA fast 2 Jahre gebraucht haben um, nach Meinung der Kriegsgegner, die Gründe für eine Intervention zu fälschen, "überfielen" sie halt mal zum Auftakt Afghanistan. Und das weitere Argument ist dann meist Öl. Die USA hätten sich ja schon Mosul unter den Nagel reißen können. Schließlich lag Mosul nicht nur in der nördlichen Flugverbotszone, sondern ist auch noch für seine Ölquellen bekannt. Warum die Bushadministration nicht direkt zum Auftakt in den Iraq einmarschiert ist und vielleicht noch die Gründe so gefälscht hat, das Osama Bin Laden in einem Palast Saddams sitzt und von dort aus seine Pläne schmiedet, wurde bisher nicht beantwortet. Wenn schon die Beteuerungen seitens der iraqischen Führung bezüglich WMD nicht viel genutzt haben, dann hätte die CIA ja dreist unterstellen können, Saddam und Osama sind Blutsbrüder, gemeinsam haben sie alle Anschläge geplant. Es wäre ja wohl ein leichtes gewesen.

Aber das ist das Problem von Verschwörungstheorien. Sie müssen sich nicht auf Fakten stützen, sondern agieren nach der Devise, "Man wird ja wohl noch Fragen stellen dürfen." Verschwörungstheorien folgen meist einem diffusen Weltbild, in dem die Welt in Schwarz und Weiss eingeteilt wird und man den großen Unbekannten im Hintergrund vermutet. Egal ob dieser George W. Bush heißt, zusammen mit der CIA, oder die jüdische Weltverschwörung. Der 11.09 hat dabei den Schwurblern Tür und Tor geöffnet alle ihre Ressentiments öffentlich zu machen und sich damit eine goldene Nase zu verdienen. Und es werden jedes Jahr neue, noch absudere Theorien entwickelt werden, denn nicht nur ist der 11.09 ein großes Geschäft, er eignet sich auch hervorragend seinem Antiamerikanismus freien Lauf zu lassen.

Vielleicht läuft ja im nächsten Jahr dann die deutsche Übersetzung von LooseChange in den öffentlich rechtlichen, denn mit dem zweiten sieht man nicht nur besser, man kann damit auch die Zuschauerzahlen hervorragend pushen. Und vielleicht springt der eine, oder andere auf den fahrenden Zug auf, schließlich verheißen Themen wie Antiamerikanismus ein kritische Auseinandersetzung zum 11.09, nicht nur einen wohligen Schauer beim Leser -der ja schon immer alles gewußt hat- sondern auch eine klingende Kasse beim Buchautor. Einige Thesen wurden nämlich noch nicht so richtig besetzt

 


 

Brüder im Geiste

Veröffentlicht am 01:21, 08/28,2007
Das man die UNO in den meisten Fällen nicht sonderlich ernst nehmen kann wurde in der Vergangenheit immer wieder bewiesen. Jedesmal wenn man dachte, es kann nicht schlimmer werden, legte irgendein UNO-Vertreter noch einen drauf.

Einer der Höhepunkte war die Umbennung der UNO-Menschenrechtskomission in UNO-Menschenrechtsrat, quasi alter Wein in neuen Schläuchen, denn viel geändert hat sich nicht. Die Staaten, die glauben Demokratie und Menschenrechte wären eine Geschichte der Gebrüder Grimm, sitzen auch bei der neuen Veranstaltung in der vordersten Reihe und definieren die Aussagen der UNO so, das mindestens 2 Staaten sich der besonderen Beobachtung erfreuen können. Der erste Staat ist die USA, besonders wenn diese glaubt, auch andere Menschen hätten das Privileg frei und glücklich durch Demokratie zu sein. Der andere Staat ist Israel, oder kurz DJ (Der ewige Jude). Die Nazis schafften es mit ihren Hiwis nicht, trotz Industrialisierung und Planung bis in's letzte Detail, die Juden in Europa zu vernichten und die arabischen Regime Volksbefreiungsarmeen der arabischen Nachbarn schafften es nicht den Staat Israel, trotz größter Anstrengungen, von der Landkarte zu tilgen. Selbst die Hilfe Groß Britanniens nach dem zweiten Weltkrieg, in dem europäischen Juden die Landung in Palästina verweigert wurde, sorgte nicht für die Vertreibung aus Palästina.

Das schmerzt natürlich und nagte immer am Selbstwertgefühl. Aber zum Glück gibt es ja die UNO und ihre Veranstaltungen zur Stärkung der Seele, praktisch Psychotherapeutische Selbstheilung. Den ersten Ansatz zur Heilung des gestörten "Ichs" veranstaltete die UNO in Durban. Da konnten die Teilnehmer sich über Rassismus auslassen, Hauptsache es betraf Israel. Andere Staaten, in denen Minderheitenverfolgung tagtäglich passiert, waren für den Prozess der Selbstfindung nicht so interessant und wurden einfach ausgeklammert. Schließlich wollte man die Teilnehmer ja nicht unnötig verunsichern und man brauchte ja auch nur ein bißchen in der Geschichte zu blättern. Heiland an's Kreuz genagelt, Brunnen vergiftet, den tumben Christen auf der Bank über's Ohr gehauen, sich einfach von der Stadtgemeinschaft abgekapselt, gegen Mohamed revoltiert. Die Liste der vermeintlichen Missetaten ist lang. Und als Gipfel, weil sie sich nicht einfach  abschlachten lassen wollten, zogen viele in das Land ihrer Ur-Ahnen. Nicht nur das, machten sie auch noch das Land lebenswert und waren auch noch so frech, sich der UNO zu beugen und akzeptierten einfach die UNO-Resolution 181 zur Teilung Palästinas. Eine ziemlich lange Liste und ständige Demütigung für all diejenigen, die auf ehrliche Art und Weise ihre Bevölkerung drangsalieren, oder sich um irgendwelche Menschenrechte einen Dreck scheren.

Damit nun der Iran nicht ganz garstig wird, hat man sich bei der UNO den Leitfaden für gestresste Eltern zur Hand genommen und war der pädagogischen Meinung, Renitente Kinder sollte man nicht schlagen, sondern ihre Haltung zur Kenntnis nehmen und sie, im Rahmen einer antiautoritären Maßnahme, durch Lob dazu ermutigen ihrer anarchistischen Einstellung Luft zu machen. Wenn sie halt einen Plüschtier zerreissen ist das immer noch erstrebenswerter, als wenn diese sich bewaffnen und Amok laufen. So hat man sich also dazu entschlossen, nachdem Mahmoud mal wieder seine Drohungen ausgestoßen hat, sollte man den Iran nicht in das Planungskomitee für die Weltkonferenz gegen Rassismus 2009 zu berufen, einfach mal zu schauen ob man mit Uran Brennstäben auch noch was anderes machen kann, als Wasser zum leuchten zu bringen, diesen mit in's Boot nahm. Schließlich kann der Iran auch nicht schlimmer sein als Lybien, China, oder Weißrussland.

Mahmoud nahm es mit der gebotenen Gelassenheit auf und der Iran verzichtete, um seinen guten Willen zu demonstrieren, auf ein paar Hinrichtungen. Sowas sieht die UNO und der Westen halt immer gerne. Da macht es dann nichts, wenn im Iran schon euphorisch auf 2009 hingewiesen wird und Mahmoud seinem Spieltrieb Vorschub leistet mit seinen Äußerungen, "Das zionistische Regime ist der Bannerträger von Invasion, Besatzung und Satan. Wenn die Philosophie hinter der Errichtung eines Regimes in Frage steht, ist es nicht unwahrscheinlich, dass es sich im Prozess des Niedergangs und der Auflösung befindet." Das freut natürlich die UNO und den Menschenrechtsrat, schließlich schrieben schon die alten Römer "Cave Canem" an ihren Zaun, wenn sie sich einen allzu neugierigen Pöbel vom Hals halten wollten. Und im Falle Mahmouds sieht man das dann auch eher als Phase, denn als Pogramm an. Und um die Stimmung nicht unnötig anzuheizen ist es notwendig, wenn man halt einen Sündenbock hat. Da kann sich Israel beschweren und so lange auf den Kopf stellen, wie es will. Beschwerden des israelischen UNO-Botschafters werden entweder zu Papierfliegern umfunktioniert, als physikalisches Objekt verwendet -wenn man eine Papierkugel baut, ist es möglich diese durch Heissluft (mit Hilfe eines Feuerzeuges) fliegen zu lassen?-, oder landen auf der internen Witzseite -"Habt Ihr den schon gehört? Kommt der israelische Botschafter zur Versammlung......"-

Hätte es den Menschenrechtsrat schon in den 30ern gegeben, wären Deutschland, Italien, die UdSSR und Japan mit Sicherheit ständige Mitglieder gewesen, flankiert von Spanien, Portugal und Österreich. Und die Juden wären ständiger Tagesordnungspunkt. Daran hätte und hat sich ja nicht viel geändert.

Man darf also gespannt sein, wann die UNO dann noch Nordkorea in die Kommission beruft, schließlich ist das Land unter Kim Jong Il ein Hort von Friede, Freude, Eierkuchen. Außerdem ist er Stammleser dieses hochgeschätzten Blogs. Da braucht man dann nicht mal mehr erzieherische Massnahmen.

Der israelische UNO-Botschafter wäre gut beraten, wenn er, zusammen mit dem israelischen Erziehungsministerium, pädagogische Bücher an die UNO-Delegierten verteilt, denn offensichtlich scheint man in New York und Genf zu glauben, so lange man Israel hat, kann nichts schief gehen, denn schließlich gibt es keine anderen Katastrophen und man muß sich auch nicht die Mühe machen lange über Darfur, Tibet, den Iran, Lybien, Tschetschenien, oder China zu diskutieren. Schließlich sind die im Menschenrechtsrat.

Für Israel wird sich nie was ändern. Man wird auch weiterhin den Sündenbock für diesen völlig nutzlosen Verein spielen dürfen, in dem sich Diktaturen auch weiterhin selbst feiern können und Verfehlungen in ihrem Land immer auf das Ausland abwälzen können. Der Schuldige dürfte immer schnell gefunden sein.

 


 

Veranstaltungstip

Veröffentlicht am 21:30, 08/27,2007
Frieden mit den Mullahs?
Europas Kollaboration mit dem iranischen Regime
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MIDEAST FREEDOM FORUM BERLIN

Gemeindehaus der Jüdischen Gemeinde zu Berlin
Fasanenstraße 79/80, 10623 Berlin

3. September 2oo7, 19:oo Uhr

Einlass bereits ab 18:00 Uhr.
Wegen der Sicherheitskontrollen bitte hinreichend Zeit einplanen.


PODIUMSDISKUSSION__________

Nasrin Amirsedghi
Publizistin, exil-iranische Opposition

Kambiz Rousta
Politologe, exil-iranische Opposition

Henryk M. Broder
Journalist und Autor, u.a. »Hurra, wir kapitulieren!«

Richard Herzinger
Journalist (Die Welt, Welt am Sonntag)

Thomas von der Osten-Sacken
Geschäftsführer der im Nahen Osten tätigen Hilfsorganisation Wadi e.V.

Moderation
Alex Feuerherdt
freier Journalist und Autor
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Das islamistische Regime in Teheran: Unterdrückung demokratischer Bestrebungen nach innen und aggressiv-militaristische Dynamisierung nach außen. Die Paten des Terrors destabilisieren den Nahen und Mittleren Osten und drohen Israel mit dessen Vernichtung.

Gleichzeitig laufen die Geschäfte der Europäer mit dem Iran bestens: Die Bundesregierung beispielsweise steht den deutschen Unternehmen mit Investitions-schutzabkommen und Hermesbürgschaften zur Seite. Und das für Ende 2007 anvisierte 22-Milliarden-Euro-Geschäft der österreichischen OMV AG mit dem Iran würde Europa auf lange Sicht zum strategischen Partner jener politischen Kräfte machen, die in neuen religiösen und politischen Formen an den Vernichtungswahn des NS-Staats anzuknüpfen drohen. Doch sind es allein ökonomische Beweggründe, die hinter der europäischen Außenpolitik stehen?

Appeasement und Kollaboration mit dem iranischen Regime drohen die europäischen Gesellschaften zusehends zu formieren und zu deformieren. In diesem Zusammenhang soll diskutiert werden, wie weit die »Lust am Einknicken« der Europäer, mithin der Deutschen, die zivilisatorischen und säkular-liberalen Errungenschaften der Aufklärung in Frage stellt. Gibt es im antiwestlichen Hass, gibt es gar im Antisemitismus eine unerklärte Allianz zwischen den Mullahs und Europa? Welche Möglichkeiten bestehen, der Gegenaufklärung in Europa zu begegnen?
_________________________________

MidEast Freedom Forum Berlin mit Unterstützung von:
+ Green Party of Iran + Zionistische Organisation Berlin + Pacific Palisades Institute +
+ B´nai B´rith - Raoul Wallenberg Loge Berlin und Hans Rosenthal Loge Berlin +

V.i.S.d.P.: Ch. Hebdo, Rosenthaler Str. 40/41, 10178 Berlin



Wer in Berlin wohnt und Zeit hat, sollte sich diese Veranstaltung nicht entgehen lassen

 

Alles Verschwörung

Veröffentlicht am 21:34, 08/23,2007

Mescalito,

Kommentare wie Ihren finde ich immer klasse, erlauben sie doch näher auf die Denkweise einzugehen. Von daher widme ich Ihnen sogar einen ganzen Beitrag.

 

"Sie Diffarmieren hier ganz klar ohne stichhaltige Gegenargumente."

Schön wenn Sie lesen können, mit dem Verständnis hapert es aber offensichtlich. Ist aber nichts schlimmes. Wer lesen kann ist taktisch klar im Vorteil, wenn er das gelesene auch verarbeiten kann. Gegenstand des Postings war das Geschwurbel des Herrn W., der offensichtlich Schwierigkeiten mit der Meinung anderer Leute hat. Es ist das gute Recht von Frau Renn ihrem Unmut Luft zu machen und einen Brief an die Veranstalter des Musikspektakels zu schreiben. Ob diese nun dem Ansinnen nachgeben steht auf einem anderen Blatt. Wenn also Herr W. sich dadurch diffamiert fühlt und zum Gegenschlag ausholt -mangelndes Selbstwertgefühl?-, in dem er die Behauptung aufstellt, Frau Renn sei identisch mit Lizas Welt, dann sollten Sie sich über Ihren aus Wikipedia kopierten Absatz Gedanken machen.

"Es scheint Ihnen als Argument nur sachverhaltsverzogener Spott einzufallen. Wenn Sie sich im Gegenzug noch einmal Interviews in verschiedensten amerikanischen Fernsehsendern in Erinnerung rufen. Am besten noch mal anschauen. Werden Sie Dick Chaney und auch andere "Persönlichkeiten" sagen hören, dass WTC7 kontrolliert gesprengt wird. Dies wird heute wehement abgestritten."

Aha, Ihrer Meinung nach haben die USA also wissentlich und willentlich den Tod von 3000 Menschen in Kauf genommen und behaupten, ich hätte den von Ihnen offensichtlich hochgeschätzen Herrn W. diffamiert? Wären Sie den angegeben Links gefolgt -hinter der rot/orangen Schrift verbergen sich weiterführende Informationen, nur als Tip für Neueinsteiger- hätten Sie fundierte Meinungen gefunden, die aber in Ihrem Weltbild wenig Anklang finden. In welchen amerikanischen Fernsehsendern sollen denn diese "Interviews" mit welchen Personen statt gefunden haben, die die These der VT's stützen würden? Dick Cheney hat zu keinem Zeitpunkt gesagt, "das Gebäude 7" sei kontrolliert gesprengt worden.

 

"Es gibt hierzu eine sehr gute Doku vom WDR und auch viele andere."

"Viele andere" ist eine relative Zahl und genau das ist das Problem der Vt's und ihrer Anhänger. Es werden entweder diffuse Quellen genannt, die einer Überprüfung nicht stand halten, oder man ergeht sich in Allgemeinplätzen und läßt sich nicht festlegen. Was nun diese ominöse "Dokumentation" im WDR betrifft. Der Autor hat keine Dokumentation, sondern einfach nur seine Sichtweise publik gemacht. Neben schlampiger Recherche, unterschlug der Autor Fakten die nicht in sein Weltbild passten und zitierte Augenzeugen bewußt falsch. Das sind natürlich schlagende Argumente, besonders wenn es der Autor nötig hat gegen Kritiker mit einstweiligen Verfügungen vorzugehen, oder dem Spiegel unterstellt, dieser betreibe eine Rufmordkampagne.

 

"Wenn es für Sie nicht glaubhaft erscheinen mag, eine solche Manipulation nicht möglich ist in Ihren Augen, studieren Sie Venezuelas Geschichte, die der letzten 15 Jahre und lernen Sie zu was kontrollierte Medienpropaganda im stande ist (Sollten Sie selbst zu diesem Kreise zählen, wäre das natürlich Sinnlos). Möglicherweise reicht auch ein Blick in die deutsche Geschichte. Im Grunde gibt es viele Beispiele."

Was für mich glaubhaft erscheint, das können Sie getrost mir überlassen. Dazu brauche ich keine Pseudowissenschaftler und ihre Anhänger. Die Aussagen, 9/11 sei vom CIA, oder besser noch vom Mossad, inszeniert waren bisher einfach nur heiße Luft und zeugen von einem latenten Antiamerikanismus/Antizionismus. Dabei sind mir die letzten 15 Jahre in Venezuela so wichtig, als würde in China ein Sack Reis umfallen. Mir genügen z.B. die Jahre unter Chavez, sein anbiedern an Ahmadinedjad und Lukaschenko. Sein Antisemitismus, sein Staatssozialismus, verbunden mit Bevorzugung -andere würden das Vetternwirtschaft nennen- seiner Freunde, sowie die unverhohlene Freude linker Gruppen in Europa. Sie müssen mir auch nicht die deutsche Geschichte erklären, die kenne ich wahrscheinlich besser, als Sie Ihre eigene.

 

"Und obwohl Sie nicht wissen wer Lisa Renn ist (siehe Ihre eigene Suche), diffamieren Sie die Bandbreite wegen dem Liza-Lisa-Verdacht (und dabei sind diese nicht mal die einzigen). Siehe hierzu den Blog Islampress."

Und mal wieder, wer lesen kann ist taktisch klar im Vorteil, wenn er das gelesene versteht. Sie interpretieren etwas, sonst nichts. Weder habe ich im Internet nach Frau Renn gesucht, wo lesen Sie das raus? Noch diffamiere ich Ihre heiß geliebte Band -oder sind Sie am Ende gar selber Mitglied?-, das macht Herr W. schon von ganz alleine, indem er unterstellt und zur Hatz im Internet aufruft. Wie würden Sie eigentlich ein Vorgehen bezeichnen, wenn ich meine Leser dazu aufrufen würde, mir sachdienliche Hinweise zu liefern, wer sich hinter Mescalito verbirgt? Islampress als Link zu setzen, das paßt dann wie die Faust auf's Auge. Islampress ist in meinen Augen der deutsche Ableger von Radio Islam. Wer sich darauf berufen möchte, sollte sich Gedanken über sein Weltbild machen. Aber das muß er wahrscheinlich schon nicht mehr.

"Die kriegerische politische Vorgehensweise der USA in Ihrer Geschichte sowie in der Gegenwart zu verurteilen ist richtig."

Hat man in Deutschland keine anderen Probleme? Die Vorgehensweise der USA ist in den meisten Fällen gerechtfertigt, z.B. Eintritt in den 2ten Weltkrieg. Landung in Nordafrika, Landung in Sizilien, Landung in der Normandie. Befreiung Kuwaits, Einrichtung der Flugverbotszonen im Iraq, Stoppen der Großmannssucht eines Slobodan Milosevic, Vertreibung der Taliban und Sturz des Saddamregimes. Ach ja Intervention in Korea. Und die USA standen selten alleine, selbst der rein "amerikanische Krieg" in Vietnam wurde mit Soldaten aus Süd Korea und Australien unterstützt. Soviel zu Ihren Geschichtskenntnissen. Natürlich haben sich die USA nicht immer "moralisch" aufgeführt, schaut man sich die Geschichte an, auf die Sie ja in der Causa USA pochen, dann könnte ich ihnen diverse Beispiele aufführen, wo die kritische Betrachtungsweise, gerade bei Antiamerikanern faktisch nicht vorhanden ist. Da fallen mir die Russen seit Ivan dem Schrecklichen ein, die Niederländer und ihre Kolonialkriege, oder der Umgang mit der jüdischen Bevölkerung. Frankreichs Kolonialkriege, sowie das durchsetzen von Hegemonialansprüchen in den ehemaligen Kolonien. Portugals Krieg in Mocambique. Das Verhalten der Europäer in Biafra. Die Liste ist doch ziemlich lang. Und doch hört man recht wenig Kritik darüber. Bezüglich der USA geraten aber gerade die Europäer in Hysterie, wenn ein Präsident, oder Staatssekretär in der Öffentlichkeit einen fahren läßt. Geschichtlich betrachtet waren die USA auf jeden Fall nicht besser oder schlechter und die Monroedoktrin auf die sich die meisten nachfolgenden Präsidenten berufen -Jimmy Carter z.B.- folgte aus dem Verhalten der europäischen Monarchien.

". Ist jede inhumane gewalttätige Vorgehensweise anzuprangern."

Offensichtlich nur dann, wenn es um die USA oder Israel geht. Ansonsten ist man immer ziemlich still.

 

"2. Bezieht sich die Kritik auf die Regierung und nicht auf die Bevölkerung."

Im Allgemeinen bezieht sich die Kritik auf Amerika generell. Hakt man nach, erfährt man, dass die USA erst seit George W. Bush existent sind und vorher die Bilderberger, Illuminaten, oder Ostküste regiert und neben Adolf Hitler, Benito Mussolini, auch Stalin und Djingis Khan supportet haben. Oft genug durfte ich mir Sprüche darüber anhören wie blöd die "Amis" sind und die Wahl von George W. Bush Ausdruck dieser Blödheit ist. Alternativ kann man noch Arnold Schwarzenegger nennen, oder Ronald Reagan.

"3. Haben Amerikaner und auch Juden das gleiche Recht wie alle auf gleichwertige Stellung in der ganzen Welt. Also darf ich genauso sagen, dass Amerikaner Ihr WTC selbst zerlegt haben wie man behaupten kann Hussein hätte Massenvernichtungswaffen, bzw. die Politik Israels, Amerikas aber auch Europas terroristisch ist."

Offensichtlich nicht, wenn sich ein Herr W. einer Verleumdung ausgesetzt sieht. Im Allgemeinen kann man sagen, behaupten kann man alles, wenn man in der Lage ist das auch zu beweisen -was den meisten schon im Ansatz mißlingt- und sollte dann auch das Echo ertragen können, was auch den wenigsten gelingt. Ansonsten ist es einfach Antiamerikanisch, Antizionistisch, Antieuropäisch, oder kurz und knapp, einfach dämlich. Den meisten geht es nämlich eh nur darum ihre Ressentiments zu pflegen.

 

"Sie können übrigens auch ohne fremde Hilfe sofort viel von Wojna und der Bandbreite erfahren. Verlassen Sie hierzu einfach mal den befestigten Weg und benutzen Sie das sich im Moment vor Ihnen befindliche Instrument auf selbst ausgedachten Wegen. Sind Sie allerdings beauftragt zu Diffarmieren wünsche ich Ihnen die Geistige Erleuchtung um von Ihrem Handlangerdasein abzulassen."

Ihre Band geht mir an der Hose vorbei, das haben Sie anscheinend immer noch nicht begriffen. Ich kenne aber die Betreiber von Lizas Welt persönlich und bin mit diesen auch befreundet, von daher geht es mich schon etwas an, wenn jemand aus mangelndem Toleranzverständnis heraus eine Hetze im Internet betreibt. Ansonsten können Sie sich hinter die Ohren schreiben das ich, im Gegensatz zu Ihnen, nicht jedem geistigen Müll hinterher hechel, nur weil er meine intelektuellen Synapsen anspricht, oder in der Causa Bandbreite nicht anspricht. Da müssen schon kritische Geister kommen und keine Abziehbilder die einfach nur mit ihrem Populismus die Massen bedienen und glauben alle anderen, die diesem Nonsens nicht folgen seien medienmanipuliert, oder Verleumder. Soviel zum Umgang mit Kritik.

Um nun noch zu Ihrem Erguss bezüglich Public Enemy zu kommen

" Rap war von Anfang an kritisch und hat Probleme angeprangert. Rassismus hat den Rap geboren und er ist dessen Konsequenz."

Quatsch. Lesen Sie einfach dazu Rapneck Ossi und Ziggi Moondust. Ende der 60er bis Anfang der 80er ging es um alles mögliche. Überwiegend um alltägliche Erlebnisse.

 

"Wie schon gesagt sind Last Poets Vorreiter aber bei leibe nicht die einzigen politischen. Z.B. Grand Master Flash uvm."

Sie scheinen wirklich ein Problem mit dem Textverständnis zu haben.

 

"Public Enemy brachten nur den Rap wieder dorthin wo er hingerhört. Antiamerikanismus auch Rassismus gegen weisse."

Danke für die Bestätigung Ihres Weltbildes. Musik muß Ihrer Meinung nach Gewalt gegen andere verherrlichen und sollte nach Möglichkeit Antiamerikanisch, rassistisch gegen weiße gerichtet sein.

 

"Doch wer sich des Geschwätzes entzieht und selbst die Texte liest wird merken wo die Wahrheit liegt."

In dem man das Übel der Welt und Public Enemy im speziellen, in der jüdischen Mafia verortet, wie Griff ja selber geäußert hat. Sie sind echt ein Erkenntnisgewinn.

"Es ist auch gut das Rap in Deutschland politischer wird und damit mehr zum Rap wird."

Ja, in dem man zur Gewalt gegen Homosexuelle aufruft, Frauen als Huren und Schlampen bezeichnet, oder sich ausmalt wie man gleich alle, die vermeintlich gegen einen sind, ausradiert. Ja, das ist in der Tat politisch. Auch die Texte, in denen die Bundesrepublik als Verbrecherstaat bezeichnet werden, haben so einen wilden destruktiven Touch. Das macht das Leben gleich lebenswert.

Seit 7 Jahren beschäftige ich mich mit VT's, nachdem mir einer Jan van Helsing um die Ohren gehauen hat, mit ihren Machern und ihren Anhängern. In den 7 Jahren habe ich gelernt das die Anhänger von VT's völlig faktenresistent sind und den Müll wie eine Platte mit Sprung bis zum erbrechen wiederholen, während die Erfinder -mehr sind die nicht- eine konspirologische Weltverschwörung verorten die sie als erstes Ziel hat. Sie fühlen sich verfolgt, belauscht und verleumdet von jedem Kritiker. Und natürlich verfolgen die Kritiker nur das Ziel, sie, die Lordsiegelbewahrer der ultimativen Wahrheit, zum Schweigen zu bringen. Was diese Leute aber nicht daran hindert auch weiterhin ihre abstrusen Gedanken in die Öffentlichkeit zu blasen -Internet sei Dank- und sich gegenseitig zu zitieren, oder, wenn es eng wird, zu erklären, man hätte ja nie eine bestimmte Gruppe gemeint, sondern nur mal eine Frage gestellt und das würde ja wohl noch erlaubt sein. Verschwörungstheorien boomen und sind weltweit ein Milliardengeschäft, egal wie abstrus die Gedankengänge auch sein mögen. Ob Mondlandung, 9/11, JFK, oder Prinzessin Diana, es gibt kein Ereignis das sich finanziell nicht irgendwie ausschlachten ließe und die Käufer und Anhänger dieser Theorien sind ja nun zahlreich, wie Sie und Herr W. eindrucksvoll belegen.

Hier können Sie auch testen ob Sie Verschwörungen anhängen. Viel Spaß dabei.

Und auch hier wünsche ich viel Spaß, es ist exakt meine Meinung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Sensation! Lisa Renn ist Lizas Welt

Veröffentlicht am 23:19, 08/22,2007

Kennen Sie Lisa Renn? Lisa Renn gehört neben Hagen Illmann zum AK Dialoge und hat sich getraut, einen Brief an das Kulturprojekt Kultopia der Stadt Hagen zu schreiben. In dem Brief ging es um die Band "die Bandbreite", die im Juli 2007 ein Video unter dem Namen "selbst gemacht" produziert hat und dieses im Internet veröffentlichte. Der Text erregte den Unmut des Arbeitskreises und protestierte gegen die Einladung dieser Band.

Ein ganz normaler Vorgang sollte man meinen, allerdings nicht für "die Bandbreite" die in dem Brief einen perfiden Meinungsterror verortete und sofort eine Kampagne lostrat, die von den üblichen Verdächtigen, die hinter einer US-Automarke automatisch die CIA verorten, begleitet wurde. Der Teilzeit HipHopper und Vollzeitdetektiv Wojna machte sich im Internet auf die Suche und förderte sentationelles zu Tage, nicht nur das Lisa Renn unter diversen Pseudonymen im Internet unterwegs ist -warum eigentlich-, gehört sie zur Organisation der "Pseudolinken Antideutschen" -Freimaurer und Zionisten waren nicht mehr zu haben-, betreibt sie "Nomen est Omen" selbstverständlich den Blog Liza's Schattenwelt Lizas Welt. Denn, so glaubt der schlaue Wojna, Liza und Lisa werden ja schließlich gleich ausgesprochen, also kann es sich nur um ein und die selbe Person handeln. Da er sich aber irgendwie dann doch nicht ganz so sicher ist, fordert er die Leser auf, ihm doch per Mail sachdienliche Hinweise zu liefern. Warum bleibt zwar sein Geheimnis, vielleicht weil ein privater Blog kein Impressum benötigt, aber vielleicht möchte er ja Frau Renn ein persönliches Ständchen bringen, schließlich fühlt er sich ja einer Verleumdungskampagne ausgesetzt, die, hätte er nicht so die Welle gemacht, keinen Menschen interessiert hätte.

Das typische an VT's. Es ist immer die gleiche Leier mit der sie auftreten. Werden sie kritisiert vermuten sie sofort eine Kampagne dahinter die sie entweder zum schweigen bringen soll, oder ganz extrem -und immer wieder gern in Umlauf gebracht-, nicht nur zum schweigen, sondern gleich 6 Fuß unter die Erde bringen soll, denn schließlich hätten sie etwas entdeckt, das den "Mächtigen" -denen diese Spinner am Hintern vorbei gehen- ganz und gar peinlich sein könnte.

Dabei bedienen sie sich den üblichen Theorien, die auch durch ständige Wiederholungen nicht wahrer werden und garnieren diese dann in Nuancen damit es so klingt, als hätten sie den Stein der Weisen entdeckt.

Wobei es nun bei der "angeblichen Diffamierung" geht, ist der Text des Liedes "Selbst gemacht." Abgesehen davon das sowohl die Musik, als auch die Reime so ziemlich das letzte sind und eher für Ohrenkrebs sorgen, sehe ich, ebenso wie der Arbeitskreis, einen Antiamerikanismus übelster Sorte, aber weniger einen Antisemitismus. Allerdings stimme ich dem Brief zu, das sich Texte dieser Art üblicherweise in Kreisen wiederfinden lassen, in denen es zum guten Ton gehört sich antisemitisch und antiamerikanisch zu äußern und das dies mittlerweile auch in breiten Teilen der Gesellschaft Anklang findet, die es "mutig" finden, wenn sich einer so äußert, wie dieser Sänger. Ansonsten beweist der Sänger, das er offensichtlich ein Bildungsmuffel ist und einfach nur unreflektiert das nachplappert, was ihm in's Weltbild paßt.

"Ihr wolltet damals über Cuba ein Flugzeug sprengen,
und dann Fidel Castro diesen die Coup anhängen."

Ja die CIA hat so ziemlich alles unternommen das Castroregime zu stürzen. Ein fingierter Flugzeugabsturz, oder Versuch ein Flugzeug zu sprengen war nicht dabei.

"Ich denke dann an den Golf von Tonkin in Vietnam,
damals habt ihr behauptet man griffe euch an,"

Alter Hut. Übrigens hat die UdSSR in den 80ern ein Verkehrsflugzeug abgeschossen, ohne das die USA auf die Idee gekommen wäre, zusammen mit Süd Korea, Nordkorea zu überfallen.

"ein anderes Unterfangen dat war ziemlich makaber,
eigne Leute geopfert im Massaker von Pearl Harbor,
ja die bösen Japaner, die euch nur dabei halfen,
endlich mit in den zweiten Weltkrieg einzugreifen"

Völliger Unsinn, wird aber immer wieder gerne aus der Mottenkiste der verschwörungstheorien genommen, wenn es darum geht den USA was an's Zeug zu flicken. Es gibt keinerlei Dokumente die eine "Verschwörung" beweisen würden. Und die Dokumente, die im Rahmen der FOIA veröffentlicht wurden geben, außer für die Verschwörungstheoretiker, keinen Beweis für eine Verschwörung. Der Sänger unterstellt, ohne geschichtlich bewandert zu sein, den USA, sie hätten wissentlich und willentlich den Verlust von ca. 2400 Mann, sowie einer Flotte in Kauf genommen, um in den Krieg eintreten zu können. Das nennt man Antiamerikanismus. Den USA war sehr wohl bewußt, das sie über kurz oder lang in den Krieg hineingezogen werden würden und spätestens am 8.Dezember wären die USA gezwungen gewesen in den Krieg einzutreten. Die japanische Militärführung fühlte sich schon seit 1937 von der amerikanischen Politik, die sich militärisch streng zurückhielt, in die Enge getrieben.

"Sehr ergreifend auch, datt damals irakischen Soldaten
in Krankenhäusern Babys aus den Brutkästen traten,
s war n Fake, ne Fälschung, ein PR-Gag von euch,
doch hat dat für den Eintritt in den Golfkrieg gereicht."

Auch wieder Antiamerikanismus. Der Golfkrieg war schon ab dem 09. August 1990 beschlossene Sache. Es hätte zwar der "Krankenschwester" nicht bedurft, aber das ist einer Demokratie, wie der USA immer so eine Sache. Da kann man nicht wie einer Diktatur mal eben einen Krieg gegen die Nachbarn beschließen. Aber das ist wohl Sache der USA, als die Sache selbsternannter Moralisten, die hinter allem und jeden eine bösartige Verschwörung wittern.

"Und da macht ihr's mir leicht, mit dem 11. September,
denn an eurem Verhalten hat sich gar nix geändert."

Yap. Natürlich hat der CIA das WTC selbst gesprengt, damit Bill Clinton den Befehl zum Beschuß von Terrorbasen in Afghanistan geben konnte -1998-.

"Zwei weitere Länder legt ihr gleichsam in Eisen,
führt nen Krieg im Irak mit gefälschten Beweisen."

Es ist ja auch schrecklich wenn zwei Menschenverachtende Regime gestürzt werden. Die Taliban waren herzensgute Menschen die für Freiheit-Gleichheit-Brüderlichkeit standen und sich weigerten Osama herauszugeben. Und der Saddam war ja wirklich der Friedensonkel schlechthin. Ich bedauere das die USA in der Causa Aghanistan nicht schon nach der RAWA Petition an die UNO die Taliban mit einem Fußtritt entsorgt haben und in der Causa Iraq sich nicht einen Dreck um die UNO-Resolution 662 gekümmert haben und gleich bis Baghdad durchmarschiert sind.

Das ganze Buhei ist vollkommen lächerlich und der Brief hat durchaus seine Berechtigung, schließlich hat hier jeder das Recht, auch ein vollkommen inakzeptables "pseudopolitisches Liedchen," gehört zu werden. Vielleicht sollte dem Sänger mal jemand erklären wie Demokratie funktioniert, bevor er sich, völlig zu Unrecht, einer Kampagne ausgesetzt sieht und glaubt, er könne sich Meinungsäußerung so hinbiegen, wie sie ihm paßt und dafür dann auch mal ein bißchen mit Dreck um sich werfen. Sein Ziel bekannt zu werden hat er zumindest erreicht, allerdings bleibt zu hoffen, das er über Dorffeste nicht hinauskommt.

Übrigens: Es ist eher mutig, wenn man sich zu Israel und den USA bekennt. Noch mutiger ist es, wenn man eine Israel-, oder US-Fahne ausrollt und dazu noch ein T-Shirt mit zugehörigem Text trägt. Bei den meisten sorgt das für Schaum vor dem Mund und die "Friedensaktivisten" geraten dann schnell aus der Fassung und prügeln mit ihren Plakaten dann auch schon mal gerne auf die Sympathisanten ein.

Und mehr zur Bandbreite findet man bei Classless Kulla, natürlich auch Teil einer Deutschlandweiten Verschwörung, sowie die hier

Wenigstens weiß ich jetzt das FDR, oder besser Lisa Renn, von Singapur aus Lizas Welt mitschreibt und das Lisa Renn niemand anderes ist, als Henryk M. Broder. Vielleicht ist Lisa Renn ja auch das Telegehirn, oder der Spirit of Entebbe, möglicherweise sogar der Herausgeber der Jungleworld. Ok, wer sachdienliche Hinweise hat, der möge sich bitte melden. Ich habe zu diesem Zweck extra eine Hotlinemail eingerichtet und warte unter motta (at)it-is-out.at auf Ihre Hinweise, die ich natürlich vertraulich behandeln werde. Ganz besonders bin ich daran interessiert wer Wojna und die Bandbreite ist, vor allem interessiert mich wer hinter dem Marketing steckt. Fix und Foxi? Bussi der Bär? Oder am Ende die "White House Conspiracy, Section Germany" ?


 

Heute vor 15 Jahren

Veröffentlicht am 23:04, 08/22,2007

Mügeln war nicht der Anfang und wird nicht das Ende sein. Angefangen hat alles am 22.08.1992 mit den Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen, als ein Mob vier Tage lang ein Ausländerwohnheim belagerte und, unter dem Jubel der anwesenden Schaulustigen, in Brand steckte. Einer hat sich so über die "Völkerverständigung" gefreut, dass er sich in die Hosen pisste, die Beinkleider feucht machte.

Und schon damals machten sich die Volksvertreter mehr Sorgen über das Image als über die fremdenfeindliche Stimmung im Land.  


 

Längst angekommen

Veröffentlicht am 23:31, 08/20,2007

Nach dem Vorfall von Mügeln ist auf der einen Seite wieder Aktionismus angesagt und so reiste der sächsische Ministerpräsident Georg Milbradt sofort in die Provinz, denn Präsenz ist immer gut. Auf der anderen Seite melden sich die zu Wort, die doch bitteschön das ganze erstmal differenziert betrachtet haben wollen, schließlich habe Ausländerfeindlichkeit ja nichts mit den Rechtsextremen zu tun und eine typische Kneipenschlägerei findet jeden Tag statt. Man trinkt halt ein bißchen was, ein Wort gibt das andere und schon fliegen die Bierkrüge. Das dann 8 Menschen, von einem Fünfzigköpfigen Mob durch's Kaff getrieben werden erklärt man damit, das die Dorfjugend halt ein bißchen zu ausgelassen über die Stränge geschlagen hat.

Das groteske an dem Vorfall sind nicht die immer gleichen Debatten, sondern das die Rechten, egal wie man das Phänomen nennen möchte, schon längst in der Gesellschaft angekommen sind. Dabei ist es völlig unerheblich, ob man Vorfälle wie in Mügeln gerne verharmlosen möchte, oder mal wieder nach mehr Aktionen ruft, die dann spätestens nach zwei Wochen wieder im Sande verlaufen und business as usual angesagt ist.

Der einzige Unterschied zwischen Ost und West besteht darin, dass es im Osten Gewalttätiger zugeht und No-Go-Areas keine Erfindung durchgeknallter Hysteriker sind, die bei einer Auseinandersetzung zwischen einem Farbigen und einem weißen schon hyperventilieren, sondern Fakt. Im Westen dagegen setzen die Herrenmenschen Rechten auf den politischen Konsenz, nicht nur zu den bürgerlichen, sondern auch auf europäischer Ebene. Die Krawallpartei NPD dürfte dabei eher keine Rolle spielen, ebenso wie Republikaner, oder DVU. Es sind eher die Bürgerinitiativen, die mit populistisch griffigen Themen kommunal auf Stimmenfang gehen und dabei auch bei den bürgerlichen Punkte machen. Diese Initiativen sind es dann auch, die im europäischen Ausland als "legitime" Ansprechpartner gehandelt werden, damit man sich die Finger öffentlich nicht unnötig am braunen Geschwalle schmutzig macht. Bernd M. Schöppe von der Ratsfraktion Pro Köln zögerte 2005 nicht lange, um sich mit FPÖ-Funktionären in Wien auszutauschen. Udo Voigt und Andreas Molau hingegen wurden von der FPÖ still und heimlich auf der Bude einer Grazer Korporation empfangen. Das allerdings dürfte den NPD Kadern auch voll genügen und sollte es wirklich zu einem Verbot der NPD kommen, sitzen die Kader längst in unverdächtigen kleinen kommunalen Parteien.

Außerdem hat man bei den Rechten gelernt, aufgepaßt und seine Hausaufgaben gemacht. Kaum das die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten unter Dach und Fach war, standen die Kader "zur Eroberung" der neuen Bundesländer bereits vor Ort. Systematisch wurde ein Netzwerk zu ehemaligen Neonazis aufgebaut, die es in der DDR ja angeblich nie gegeben hat und bei denen von einer westlich orientierten Subkultur die Rede war, welche man nicht weiter verfolgen müsse. Schließlich stellten diese den Staat ja nicht Frage. Nach und nach übernahm die NPD im Osten die Bereiche, welche von den etablierten Parteien aufgegeben wurden. Geschickt nutzte die NPD auch alte DDR-Werte und organisierte Nachbarschaftshilfen oder half, bei der Einführung der SGBII Gesetze beim ausfüllen der Formulare, oder stand mit Tipps und Tricks zur Seite. das hält bis Heute an, wie der Focus am 16.08. berichtete. Die Negierung ausländerfeindlicher Aktivitäten innerhalb der DDR-Gesellschaft wurde schnell zum umfassenden Einstieg genutzt. Die NPD hat im Osten die Zeichen der Zeit, gerade nach dem Pogrom von Rostock, recht schnell erkannt.

Gelernt haben die Rechten, das man nicht unbedingt im Bundestag sitzen muß um Politik zu betreiben. Es genügt, wenn man auf kommunaler, oder regionaler Ebene Erfolg hat, wie der Einzug in den sächsischen Landtag, oder der Erfolg von Pro Köln beweist. Gelernt haben sie auch, außer DVU und Rebublikanern, dass das aufgreifen von Parteiaussagen durchaus dazu geeignet ist in der bürgerlichen Mitte Fuß zu fassen. Allein das spielen mit den Ängsten vor einer geplanten Moschee in Köln spülte eine bis dahin völlig unbekannte und unbedeutende Partei in den Stadtrat. Das gleiche Spiel wird im Osten betrieben, obwohl man dort schon über ansehnliche Mitgliederzahl verfügt, spielt man mit den Wünschen, Ängsten und Erwartungen der Bürger. In einer Region mit einer hohen Arbeitslosenzahl kann man leicht auf Stimmenfang gehen. Ob nun HartzIV, oder das diffuse anspielen darauf, das die steigende Zahl der Ausländer auch den geringen Lebenstandart in den neuen Bundesländern gefährden könne und nur eine "deutsche Partei" das verhindern kann, brachten Sympathie. Selbst wenn man die Wähler rechter Parteien als "Protestwähler" bezeichnet, die Protestwähler haben ausgereicht die rechten Hoffähig zu machen, ob das nun für eine Legislaturperiode oder länger ist, spielt keine Rolle. Die Parolen sind auf jeden Fall angekommen. Bezeichnend ist dabei die Tatsache das in den Regionen mit dem geringsten Ausländeranteil die Straftaten mit einem ausländerfeindlich motivierten Hintergrund höher sind, als in Regionen mit einem hohen Ausländeranteil.

Sollte die NPD verboten werden, so stehen zahlreiche regionale Parteien zur Verfügung, die den "heimatlosen" Kameraden ein neues Dach bieten. Sie müssen sich nicht mehr FAP nennen, sondern können bequem unterschlüpfen und mit nach außen harmlosen Parolen, die Wähler mobilisieren. Soviel Personal dürfte dann auch das BfV nicht besitzen, um den ganzen Aktivitäten nachzugehen. Die rechten, ob nun die NPD oder andere -auch wenn die NPD eine Vorreiterrolle besitzt- zielt auf die Jugendlichen, um hier das Potenzial von morgen zu finden. Ob das nun ein Heimatabend mit Lagerfeuer ist, ein Rockkonzert, oder das Verteilen von Musik-Cd's die Botschaft fruchtet zwar nicht bei allen Jugendlichen, aber wenn damit ein paar gewonnen werden hat man sein Ziel erreicht, selbst wenn der Spiegel die Musik für grottenschlecht erachtet. Und selbst wenn mit HipHop noch kein Gewinn zu machen ist, dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis die ersten Rapper mit "deutschnationalen" Themen auftauchen.

Ob es uns nun gefällt oder nicht, der rechte Wahn ist längst angekommen. Ob nun Mügeln, oder eine Demo in Wunsiedel mit 20 Vollwapplern. Die intelektuellen Rechten brauchen diese noch für ein bißchen Publicity, obwohl man zu den Mobbern auf Distanz geht, angekommen sind sie in der Gesellschaft. Es mag für den Bundestag noch nicht reichen, aber das ist nur eine Frage der Zeit. Dann wird wohl auch die Linke noch stärker am rechten Rand um Wählerstimmen buhlen. Aber das hatten wir ja schon mal in der Weimarer Republik.

Was allerdings seltsam anmutet ist die Allianz radikaler Islamisten mit dem rechten Rand. Wäre ich Muslim, der sich an die Gebote hält, dann würde es mich schon wundern, wenn ausgerechnet MM ein Interview mit einem NPD-Funktionär führt, vor allem, wenn diese Partei am liebsten alle Muslime ausweisen würde und als Gefahr für Deutschland ansieht. Allerdings würde es mich, wäre ich NPD Anhänger ebenso wundern, vielleicht kommt es aber auch nur auf die Sichtweise und Schnittmengen an.

Gar nicht gewundert hat mich

 

"Dt. Es ist geradezu symptomatisch für die misslungene Integration in Deutschland, dass Türken und andere Einwanderer auf Straßen- und Dorffesten - verglichen mit ihrer sonstigen Präsenz - deutlich unterrepräsentiert sind. Von daher spricht es zunächst einmal für den westsächsischen Ort Mügeln, dass dort noch nach Mitternacht eine Gruppe Inder im Bierzelt kräftig mitfeierte und -tanzte. In einem Nest von Rassisten und Rechtsextremisten wäre das wohl nicht passiert. Dieses Bild von Mügeln vermitteln aber nun die Meldungen, mit denen die Kleinstadt über Nacht unrühmlich bekannt geworden ist. Von einer Hetzjagd auf Inder, von ausländerfeindlichen Parolen und einem applaudierenden Mob ist da die Rede. Was wirklich vorgefallen ist, soll eine Sonderkommission der Polizei klären. Schlimm genug, dass es im Dunstkreis der Großstadt Leipzig rechtsextremistische Jugendbanden gibt, die am Wochenende gern mal ein Altstadtfest aufmischen. Dass die Angreifer aus Mügeln kamen, dort aber nicht bekannt sein sollen, ist schwer vorstellbar. Wie schnell der Ruf einer ganzen Gemeinde durch ungeprüfte Meldungen in Misskredit gebracht werden kann, davon kann eine andere sächsische Stadt ein Lied singen: Sebnitz."

Da hat Gideon mit seinem Beitrag mal wieder Recht gehabt. Alles tutti in Deutschland, es kommt halt nur auf die Sichtweise an.

 

Eine Momentaufnahme findet man auf der Seite "Mut gegen rechte Gewalt". Zum Thema Fremdenfeindlichkeit hier eine kurze Einführung.

 

 

 


 

Abgeschottet II

Veröffentlicht am 00:24, 08/18,2007

Da meine Kritik an den Maßstäben westlicher Berichterstattung, wenn es um Grenzzäune geht und dem Verständnis in Diskussionen über die Europäische Union offensichtlich zu Mißverständnissen geführt hat gehe ich gerne auf verschiedene Aspekte ein.

Im Kommentarbereich vom Antibürokratieteam, die mich freundlicherweise verlinkt haben, schreibt User Llarian folgendes

 

"Der Zaun ist doch nix weiter als ein blöder Aufhänger, der nirgendwo im Text wirklich Verwendung findet. Worum es geht ist die Diskussion um Armutseinwanderung, nix weiter. Kann man sicher drüber diskutieren, aber der Titel ist eine reine Mogelpackung.
Und auch wenn man Heuchler nicht mag, heucheln kann man schlecht, wenn es um Äpfel und Birnen geht. Dient der israelische Zaun vor allem dem Schutz vor Anschlägen, geht es bei dem europäischen um illegale Einwanderung. Man kann eins ohne Probleme ablehnen und das andere befürworten, ohne auch nur im Mindesten zu heucheln."

Falsch. Der Zaun ist nicht "der Aufhänger" sondern wird in der Diskussion gar nicht zur Kenntnis genommen. Lieber hängt man sich in der Diskussion am israelischen Grenzzaun auf und bemüht dafür auch den IGH, ob das Leben israelischer Zivilisten wichtiger ist, als ein Olivenbaum. Es ist also Heuchelei, wenn man das eine verurteilt, beim anderen aber Stillschweigen bewahrt, denn die Grenzanlagen in Ceuta und Melilla sind mitnichten Schutzwälle gegen illegale Einwanderung, oder Armutseinwanderung. Die Links geben darüber Auskunft das "Armut" nicht die treibende Kraft ist und "die Armen" auch nicht zu denen gehören, welche die "Feste Europa" stürmen wollen. Ein Anstieg wurde erst mit Fertigstellung, sowie der Änderung der Zuwanderergesetze verzeichnet. Illegale Einwanderung kann man auch anders in den Griff bekommen, ohne das man sich nach außen hin, mit einem Bollwerk wie in Afrika, nach außen abschottet. Über den Bau wurde so gut wie gar nichts berichtet, während der israelische Zaun ständig in der Berichterstattung war. 

Hier im Blog meldete sich dann jemand zu Wort, der zwar über einen Unizugang seinen Kommentar schickte, sich aber über Afrika nicht wirklich informiert hat.

 

"alles nett und schön, aber wenn die ersten 70mio Nigerianer in D sind und nicht viel mehr als Taxifahren können, wer ernährt die dann?"

Weltweit sind es 44 Mio. Flüchtlinge und die kommen nicht aus Nigeria und mit Sicherheit nicht in die EU. Es geht auch nicht um Deutschland alleine, aber die Berichterstattung in Deutschland ist signifikant wenn es um Zäune und Zäune geht. Allein den Menschen zu unterstellen diese könnten nur "Taxi fahren" zeugt von einem erheblichen Defizit und von einem Mangel der logischen Dialektik, denn wenn "die" nur Taxi fahren können, dann muß "die" wohl niemand ernähren. Als Taxler können die sich dann selber ernähren, ob sie das nun in Siena, Marseille, Birmingham, oder München betreiben. Sollten sie dies in der Ostdeutschen Provinz versuchen könnte es natürlich anders aussehen und es kann durchaus passieren, das sie mit ihrem Taxi schlicht und ergreifend abgefackelt werden. Das rührt in Deutschland dann einige zu Tränen und andere dazu, sich über die schlechten Perspektiven der Täter Gedanken zu machen.

 

"Und das dann halb geleerte Lagos ist in 5 Jahren wieder voll, in 15 Jahren stehen dann die nächsten 50 mio Leute in D und halten die Hand auf."

Wer lesen kann, ist taktisch klar im Vorteil. Die Flüchtlinge kommen nicht zu 100% aus Nigeria und Lagos wäre dann mit seinen 9 Mio. Einwohnern leer gefegt. Um in 15 Jahren wieder auf 50 Mio. Einwohner zu kommen, müßten die Menschen sich dann wohl wie die Karnickel vermehren, das ist völliger Humbug und eher als versteckter Rassismus voll von Vorurteilen zu werten.

 

"Wäre da nicht vielleicht einfach mal was mehr Aufklärungsarbeit in Sachen Organisation, Anti-Korruption und Bevölkerungsplanung/ Geburtenplanung angesagt?"

Die wird betrieben, aber wenn europäische Länder sich selber konterkarieren in ihrem "afrikanischen Engagement" dann darf sich die EU nicht wundern, wenn die Bemühungen von NGO's auf unfruchtbaren Boden fallen. Frankreich betreibt immer noch eine französische Politik in Afrika und übt eine permanente Einflußnahme auf die ehemaligen Kolonien aus. Aber nicht nur die EU betreibt eine Afrikapolitik nach Gusto, auch die Chinesen sind sehr aktiv sich Seilschaften zu suchen. Was die Geburts- und Bevölkerungsplanung betrifft, so dürften weite Gebiete durch die AIDS-Pandemie bald ausgerottet sein, wenn sich nicht eine Lösung des Problems findet. Aber es liegt ja an den westlichen Staaten, sowie dem Kommentator dem entschieden entgegen zu treten.

 

"Alles andere halte ich nicht nur für naiv, sondern für tödlich für einen hochentwickelten, fragilen Industriestandort."

Jammern nicht die deutschen Politiker und die deutsche Wirtschaft darüber das die Fachkräfte fehlen? Wie kann man auf der einen Seite das anwerben von Fachkräften fordern, weil Deutschland ausblutet und auf der anderen Seite eine der schärfsten Einwanderungsbestimmungen beschließen, damit nach Möglichkeit niemand nach Deutschland kommt? Nicht nur die Asylanträge sind zurück gegangen, sondern auch die Zahl der Asylbewerber. Und auch die Zahl der Zuwanderer ist deutlich gesunken. Der "fragile Industriestandort" zerlegt sich also auf Dauer von selbst und der Senioren Expert Service wird seine, im Ruhestand befindlichen Fachkräfte, bald wohl an deutsche Unternehmen vermitteln müssen, da es keine Inder aus Bangalore gibt, die trotz einer Hochschulausbildung, in Deutschland tätig sein wollen. Und die Fachkräfte die sich unter den Asylbewerbern befinden, oder die gerne Dauerhaft in Deutschland bleiben würden, oder sogar die Deutsche Staatsangehörigkeit annehmen möchten. von der deutschen Bürokratie zur Perona non Grata erklärt werden, weil der Unterschied zwischen Fachkraft und Fachkraft immer noch von einem Sachbearbeiter auf dem Ausländeramt geklärt wird, der dazu die Gesetze und Verordnungen seines Dienstherren, wie die Zehn Gebote, verinnerlicht hat. Und natürlich streng nach Gesetz und Anweisung handelt, da ist es unerheblich ob ein Flüchtling schon seit Jahrzehnten in Deutschland lebt und es möglicherweise geschafft hat sich eine Existenz in Deutschland aufzubauen. Wenn Paragraph X sagt, der ist über die Zeit und muß weg, dann ist das so. Hauptsache man fühlt sich nicht gestört, oder schlimmer noch, der Ingenieur aus Mali könnte dem arbeitslosen Maler und Lackierer die Arbeit in einem Planungsbüro für statische Bauplanung wegnehmen, denn nach Ansicht der Linkspartei kann ein Maler und Lackierer sowas mit Links, dazu braucht er nur eine Schieblehre, einen Taschenrechner und ein bißchen Papier. Damit berechnet er locker die statischen Voraussetzungen für einen Hochhauskomplex in München Dagelfing, sollte ein deutscher Hochschulabsolvent nicht zur Verfügung stehen. Schließlich beherrscht das deutsche Ausbildungswesen alles. Das ist dann in der Tat tödlich für die fragile Industrienation und stellt die Anfragen aus Wirtschaft und Politik nach qualifizierter Einwanderung der Lächerlichkeit preis.

"Es sei denn, man möchte zurück in die frühe Hälfte des 19ten Jahrhunderts."

Auf dem Weg ist man schon. Die meisten merken es nur nicht. Wer sich Gedanken darüber macht, ob es sinnvoll ist einen Mindestlohn einzuführen, oder ob es nicht doch eine Errungenschaft sein könnte, wenn eine Friseuse mit einem Stundenlohn von 2,90€ und einem Ausgleich durch SGBII viel besser bedient ist sollte sich weniger Gedanken über die Asylpolitik, Zäune und Afrika machen, sondern sich auf die Linkspartei konzentrieren. Die möchten eine Industriepolitik des 19. Jhr. mit den sozialen Errungenschaften der DDR, wo eine konstruktive Planwirtschaft die globalen Möglichkeiten in Konkurrenz zum chinesischen Staatskapitalismus abfedern kann, damit jeder Deutsche, ob als Schraubenpolierer, oder Bleistiftanspitzer, mit einem Mindestlohn die heimischen Bananen beim EDEKA kaufen kann. Denn das wird mit Sicherheit der nächste Schritt sein. Da dürften die Flüchtlinge nur störend sein, trotz Qualifikation.

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Da freut sich der Taliban....

Veröffentlicht am 00:39, 08/16,2007

....denn dieses Handy ist der Hit


 

Abgeschottet

Veröffentlicht am 22:51, 08/15,2007

Wo steht dieses Bauwerk?

"Er wurde 2006 auf sechs Meter erhöht, ein Bauwerk aus Stahl, Beton und Stacheldraht: Alle 40 Meter ein Wachturm, Richtmikrophone, Scheinwerfer, eine Tränengasanlage, bis zu 1200 Grenzwachen und Militär."

Wer jetzt auf Israel getippt hat, der liegt vollkommen daneben. Dieser Grenzzaun befindet sich zwischen Spanien und Marokko, genauer gesagt auf der afrikanischen Seite der Europäischen Union. Denn trotz mancher Meinung endet Europa nicht an der Straße von Gibraltar, sondern in Ceuta und Melilla. Wirft man in einer Diskussion über Europa aber die Frage ein, "was halten Sie eigentlich von dem Grenzzaun?" Kommt in 90% die Antwort, "ich bin der Meinung, die EU sollte die israelische Regierung viel stärker unter Druck setzen, schließlich verletzt der Zaun alle Regeln und Gesetze." Auf die Idee mal vor der eigenen Haustür zu schauen, kommen die wenigsten. Dabei läßt sich die Europäische Union ihr Engagement, auch wenn beide Städte nicht zum Zollgebiet der Europäischen Gemeinschaft gehören, einiges kosten. Allein der Zaun selbst hat 60 Mio. € gekostet, damit Europa von der sozialen Unterschicht aus Afrika nicht belästigt wird. Marokko erhält 150 Mio. € jährlich aus Brüssel, neben Krediten, so kann man wenigstens ruhig schlafen. Schließlich will man die "Hungerleider" aus Afrika nicht haben.

Natürlich will man die Einwanderung hochqualifizierter Kräfte, aber müssen die unbedingt schwarz sein? Lieber wirbt man um die Einwanderung von Indern, aus den GUS-Staaten, oder innerhalb der EU, statt die Gesetze liberaler zu gestalten, um den Menschen aus Afrika eine Perspektive zu schaffen, denn vor Ort hat man ja schlicht versagt. Irene Runge schrieb im Juni unter der Überschrift "Einwanderung- Ein Reizwort" über das deutsche Verständnis ein Einwanderungsland zu sein, "Das deutsche Zuwanderungsrecht meidet Europas integrative Möglichkeiten und Deutschlands migrantische Erfahrungen. Die politische Zwecksetzung heißt Abgrenzen, scheinlegitimiert wird dies als Terrorabwehr und Kampf gegen Zwangsehen." Und, um das ganze zu erweitern, die größtmögliche Anstrengung Berlins, die Grenzen Europas sicherer zu machen. Schließlich ist jeder Afrikaner, der es schafft illegal nach Europa zu kommen, ein explosives Sicherheitsrisiko und jeder, der davon noch ein Muslim ist, ein potenzieller Attentäter, der die Errungenschaften deutscher Sozialgesetze mit Perfidie ausnutzen will.

Da gilt dann immer noch der alte Leitsatz preußischer Prägung, "am deutschen Wesen, soll will die Welt genesen." und wähnt sich, als das vermeintliche Herz in Europa dem Ansturm der schwarzen Horden ausgesetzt, die nicht nur die deutschen Sozialsysteme überschwemmen, sondern schlimmer noch, Lafontaines "Fremdarbeiterwahn" in die Tat umsetzen könnten und die Sozialsysteme torpedieren, indem sie für weniger Geld als der deutsche NPD Linkswähler arbeiten würden. Das wäre in der Tat die Apokalypse im Denken einiger in diesem Land. Wenn plötzlich das Geld nicht reicht, um sich täglich die Bildzeitung und einen Kasten Öttinger zum Frühstück zu gönnen, bevor man, froh gestimmt, Richtung ARGE oder Arbeitsagentur pilgert, um danach, beim zweiten Frühstück, über Ausländer, Politiker und Frauen zu reden. Und wenn mal wieder ein paar Leichen auf dem Mittelmeer treiben, dann ist das kein Anlass sich darüber Gedanken zu machen, ob vielleicht ein Aufweichen der Grenzen nicht eventuell besser wäre und die Legalisierung der Illegalen auch der Wirtschaft helfen würde, sondern Anlass dafür, ob man nicht die Anrainerstatten stärker in die Pflicht nimmt, damit die das lästige Problem der Boatpeople und Grenzstürmer in den Griff bekommen.

Wenn 6 Menschen beim illegalen Grenzübertritt erschossen werden dann ist das zwar tragisch, aber so unerheblich das man darüber in den Medien nicht unbedingt berichten muß. Und auch die schweren Verletzungen durch Gummigeschosse sind nicht so wild. Falls aber die israelische Regierung eine Korrektur des Grenzzaunes beschließt, damit die Zivilbevölkerung besser vor Selbstmordattentätern und Snipern geschützt werden kann, dann läuft die moralische Empörung zur Höchstform auf. Europa ist schließlich die Wiege der menschlichen Zivilisation, die gilt es zu beschützen, vor israelischen Zivilisten und afrikanischen Hochschulabsolventen, die in ihrem Land, unter ihrer Regierung, keine Perspektive für sich sehen und bereit sind nicht nur zwischen 1000 - 40.000 $ an die Schlepper zu bezahlen, sondern auch das Wagnis in Kauf nehmen, mit einem Ruderboot in den Weiten der Meere ihr Leben zu lassen. In der Hoffnung, wie der Herr Rossi, ein kleines Stück vom Glück zu finden. Während dessen träumen manche hier von einer offenen Gesellschaft, aber bitte nicht bei uns. Und von einem Nahen Osten ohne Störenfried, denn die Befindlichkeit islamistischer Gruppen, in ihrem Bestreben Israel auszulöschen ist wichtiger, als die Befindlichkeit eines Faly, Alphonse, oder Seydou.

Mehr: Corinna Milborn auf dem Webserver des Goethe-Instituts.


 

Nichts Neues

Veröffentlicht am 20:59, 08/10,2007

Christian Worch und Steffen Hupka feierten in ihren Reden die Anschläge vom 11.09.01 als erfolgreiche Schläge gegen den US-Imperialismus. Mit offen antisemitischen Tönen solidarisierten sie sich mit allen antiimperialistischen Bewegungen und forderten „Freiheit mit Palästina“.

Die Kundgebung vom Oktober 2003 hätte auch in den Siebzigern statt finden und die Protagonisten hätten ebensogut aus dem linken Spektrum kommen können. Geht es um den Terrorismus, dann scheint bei linken und rechten Gruppen die Zeitrechnung erst mit dem 11.09 zu beginnen. Dabei waren sowohl die ultrarechten, als auch die ultralinken Ende der Sechziger bis Anfang der Achtziger mit dafür verantwortlich, dass der Terrorismus arabischer Gruppen über die westliche Welt schwappte und von beiden Gruppierungen als Reaktion gegen Israel, die USA, sowie die westliche Welt bejubelt und massiv unterstützt wurde.

Der 11.09 wird als Reaktion auf die "kriegtreiberisch-imperialistische" Politik der USA verstanden, an deren Spitze George W. Bush als das alleinige Übel ausgemacht wird. Es gibt Leute, die sind der Meinung, hätten die Amerikaner nicht Bush gewählt, wäre der 11.09 nie passiert und freuen sich insgeheim, das es "dem Ami" mal so richtig gezeigt wurde. Auch die nachfolgenden Anschläge in Madrid, oder London brachten allenfalls die Kommentare zu Stande, dass die Länder ja im Grunde genommen selbst Schuld sind an den Attentaten. Schließlich war der "Pudel" des amerikanischen Präsidenten Tony Blair ja in Afghanistan und Iraq mit von der Partie, ebenso die damalige spanische Regierung Aznar. Man freute sich ein Loch in den Bauch das die deutsche Regierung sich zu solcherlei Abenteuer nicht hat hinreissen lassen und bejubelt die Aktionen, die von regionalen Terrorgruppen geführt werden. So lange Berlin, Köln, oder Wanne-Eickel ruhig schlafen können, sind Terrorwarnungen allenfalls die Wahnvorstellungen konservativer Politiker, die unbedingt den Überwachungsstaat haben wollen, um die liebgewonnen bürgerlichen Rechte einschränken zu können.

Ganz besonders machen sich diejenigen Luft, welche vor über 30 Jahren den internationalen Terror überhaupt erst Salon- und Hoffähig gemacht haben in ihren wirren Ansichten, die westlichen Demokratien müßten zerstört und durch ein Volksproletariat ersetzt werden. Die Ziele, wer der Hauptfeind aller Arbeiterklassen ist, hat sich dabei nicht geändert. Hinzugekommen sind allenfalls islamistische Terrorgruppen, wie Hizb'ullah, Al Quaida, oder Djihad Islamie, um drei zu nennen , in denen man die moderne Form des Klassenkampfes versteht, wie Salim Muhammed, besser bekannt als Illich Ramirez Sanchez -Carlos- in seinem Buch revolutionärer Islam erklärt.

Der Hass auf den Zionismus

Am 23. Oktober 1970 veröffentlichte die Münchner National- und Soldatenzeitung folgende Anzeige

"Welche unabhängigen, sofort abkömmlichen, mutigen Kameraden wollen mit uns, einem Kreis politisch interessierter Freunde, für die nächsten Monate in den Nahen Osten reisen, um als Kriegsberichterstatter den "Freiheitskampf" der vertriebenen Palästinenser um ihre Heimat zu studieren. Wenn Sie dieses Unternehmen reizt und Sie mögl. noch Erfahrung mit Geländefahrzeugen haben, so setzen Sie sich umgehend mit uns in Verbindung. Falls Sie nur über wenig Geld verfügen, so sollte das kein Hinderungsgrund sein. Für uns sind Kameradschaftsgeist und persönlicher Mut entscheidend. Kostenloses Informationsmaterial über die Palästina-Befreiungs-Organisation kann angefordert werden."

Auch wenn der Text in einer rechtsextremen Zeitung erschien, hätte er ebensogut in einem linken Kampfblatt abgedruckt werden können. In ihrem Hass gegen das "zionistische Gebilde" waren ultrarechte und ultralinke in Freundschaft vereint. Und es war den Initiatoren der Anzeige auch letztlich egal aus welchem politischen Umfeld die Interessenten kamen. Bereits 1968 begann George Habashs Kommandotrupp in Europa und entführte in Rom das erste Flugzeug. Entäuscht darüber, das es den arabischen Ländern nicht gelungen war, Israel von der Landkarte zu fegen, begannen palästinensische Gruppen damit, sich weltweit und besonders in Europa Freunde zu suchen. Die europäische Linke, denen der israelische Staat ebenso verhaßt war, wie den palästinensischen Terroristen, drängten George Habash und die PFLP dazu, den Konflikt zu "internationalisieren." Giangacomo Feltrinelli überzeugte Habash als er ihm erklärte das es besser sei einen Juden außerhalb Israels zu töten, als 100 Juden auf dem Schlachtfeld, weil es international mehr Aufmerksamkeit erregt. Zuerst waren allerdings die europäischen Rechten da. Nicht nur waren sie die Vorreiter in Sachen Antisemitismus, sondern hatten, spätestens nach der Staatsgründung Israels, das Copyright auf den Antizionismus inne. Die "rechte Internationale" operierte damals von Paris aus und war das Sammelbecken aller gescheiterten Existenzen. Übrig gebliebene deutsche Nationalsozialisten waren ebenso vertreten wie Mussolini-Anhänger, Franco-Getreue und Salazar-Überbleibsel.

Am 2. April 1969 fand in Barcelona die erste Generalversammlung der internationalen Rechten zur Palästinafrage statt. Anwesend waren auch zwei Vertreter der Fatah die mit einem umfassenden Wunschzettel erschienen waren, um Geld, Waffen und Support zu erhalten. Mit dem Segen Francos versprach man, Geld aufzutreiben, den Waffenschmuggel zu organisieren, sowie ehemalige Nazis als Ausbilder zu stellen. In Ihrem Engagement waren die Rechten so überschwenglich, dass sie auch gleich junge Europäer rekrutieren wollten, damit die Kräfte der Fatah militärisch gestärkt werden konnten. Auch wurden Pläne diskutiert Sabotageaktionen in Europa durchzuführen, sowie einen Propagandafeldzug zu starten. Dazu gehörten Allerweltsparolen wie "Lang leben die ruhmreichen palästinensischen Kämpfer gegen den Imperialzionismus!" Aber auch antisemitische Klassiker wie die "Protokolle der Weisen von Zion," oder ein Band über Israel mit dem Titel, "der Feind des Menschen."

Den Höhepunkt dürfte aber der Kongress vom 16. September 1972 in München darstellen. 600 Delegierte die sich zu einem Treffen der europäischen Rechten eingefunden hatten, brachen in donnernde Ovationen aus über den Terroranschlag des Schwarzen Septembers auf die israelischen Olympiateilnehmer. Ghaddafi, der wie ein Kammelleprinz durch die Terrorszene zog und dessen Sympathien anfangs den rechten gehörte, bevor er ein "objektiver Linker" wurde, überwies für den erfolgreichen Anschlag 50 Mio. $ an die PLO und als Bonus, jeweils 5 Mio $ für die Attentäter persönlich.

Deutsch-Palästinensisches Joint-Venture

Nicht nur die deutschen Rechten besaßen eine tiefe Zuneigung und taten sich dadurch hervor, dass Linientreue Kameraden in Terrorlagern im Libanon ausgebildet wurden, auch die Linken ließen sich nicht nur ausbilden, sondern gingen auch gleich ein Joint-Venture mit palästinensischen Gruppen ein. Gestützt von der DDR und UdSSR trug die Zusammenarbeit erste Früchte, als mit Hilfe der Baader-Meinhoff-Gruppe der Überfall auf ein jüdisches Altersheim in München durchgeführt wurde, dem Sieben Personen zum Opfer fielen. Am 29. Oktober 1972 wurde eine Lufthansa-Maschine in Beirut entführt und die 3 Überlebenden Terroristen von München frei gepresst. Eigentlich sollten auch Holger Meins und Jan-Carl Raspe dazu gehören, aber Anfang der 70er Jahre waren die Terrorgruppen so zahlreich, das man leicht die Übersicht verlieren konnte. Die 3 Mitglieder des schwarzen September wurden auf Fall erfolgreich frei gepresst und in Tripolis wie Volkshelden empfangen.

Am 27. Juni 1976 schlug das Joint-Venture erneut zu und entführte eine französische Air France Maschine auf dem Flug von Paris nach Athen. Die Maschine wurde nach Entebbe in Uganda umgeleitet und Wilfried Böse übernahm die Selektion der Opfer und teilte die Passagiere in "Juden" und "Nichtjuden" ein. Bermerkenswert zu dieser Zeit war nicht die Operation Thunderbolt , sondern die Beileidsbekundungen deutscher Politiker, sowie Gruppen aus SPD und Linken an Idi Amin, in denen man die flagrante Verletzung der Souveränität Ugandas verurteilte, nicht etwa, wegen der Entführung der Air France Maschine und die Landung in Entebbe, sondern wegen der Befreiung der Geiseln durch die Sayeret Matkal und den Tod von 45 ugandischen Soldaten, die nicht nur den Flughafen, sondern vielmehr die Terroristen unterstützen sollten.

Die letzte Zusammenarbeit zwischen deutschen und palästinensischen Terroristen fand am 13. Oktober 1977 statt, als arabische Terroristen die Lufhansamaschine Landshut auf ihrem Flug von Palma nach Frankfurt entführte und in Mogadishu zur Landung zwang. Bei dem Terrorakt handelte es sich praktisch um einen Support arabischer Terroristen aus Solidarität zu ihren linken Kameraden. Der Versuch die in Stuttgart-Stammheim inhaftierten Mitglieder der RAF freizupressen schlug fehl. Am 5. September 1977 entführte die deutschen "Freunde" Hans Martin Schleyer, dabei sollte die Flugzeugentführung nur eine unterstützende Funktion haben und den Forderungen Nachdruck verleihen.

Der Terror gegen die USA

Der 11.09.2001 war praktisch der Schlußpunkt terroristischer Aktivitäten gegen die USA. Der Angriff auf das WTC, sowie das Pentagon war das, was den Terroristen bisher nie geglückt war, nämlich die USA im eigenen Land zu treffen.

11. Mai 1972, Frankfurt/ Main : Drei selbstgebaute Rohrbomben explodieren vor dem Hauptquartier des 5th US Army Corps in Frankfurt. Ein US-Armeeoffizier kommt ums Leben, 13 Personen werden verletzt. Das RAF- Kommando "Petra Schelm" übernimmt die Verantwortung.

24. Mai 1972, Heidelberg : Im Heidelberger Hauptquartier der US-Landstreitkräfte werden durch zwei Autobomben des RAF-Kommandos "15. Juli" drei Soldaten getötet und fünf weitere verletzt.

1. März 1973, Khartum (Sudan) : Mitglieder des Schwarzen September besetzen die Botschaft Saudi-Arabiens während eines Botschafterempfangs. Am nächsten Tag töten die Terroristen den US-Botschafter, sowie einen weiteren amerikanischen und einen belgischen Diplomaten.

5. August 1973, Athen : Zwei Terroristen, die der Ahman Abd-Al Ghaffur Gruppe angehören, feuern vor dem Schalter der TWA auf die Passagiere. Drei Menschen werden erschossen, die Terroristen werden ein Jahr darauf nach Libyen ausgewiesen.

18. Oktober 1973, Beirut : Fünf Mitglieder der Lebanese Socialist Revolutionary Organization stürmen die Bank of America und nehmen sich 39 Geiseln. Sie fordern 10 Mio.$ Unterstützung für den Kampf gegen Israel und von der Regierung die Freilassung aller palästinensischen Kämpfer. Als die Regierung ihre Forderungen ablehnt, erschießen sie eine libanesisch-amerikanische Geisel.

17. Dezember 1973, Rom : Nachdem die Polizei Waffen im Gepäck eines Arabers auf dem Flughafen Fiumicino entdeckt, beginnen vier andere Araber damit, wahllos in die vollbesetzte Lounge des Airports zu schießen. Die Männer nehmen sich Geiseln und gelangen an Bord einer PanAm-Maschine, die sich auf den Flug nach Beirut vorbereitet. 29 Menschen verlieren ihr Leben, darunter 14 amerikanische Bes